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Firmengeschichte
Die Geschichte der Firma Aerotechnik Siegwart ist
eng verknüpft mit der ihres Gründers und Geschäftsführers, Emil Siegwart.
Geboren am 31. Dezember 1919 in der kleinen saarländischen Gemeinde St.
Nikolaus, entwickelt er schon sehr früh technisches Talent beim Basteln von
kleinen Segelbooten, Flugmodellen und Heißluftballons. Gefördert wird er dabei
durch seinen handwerklich versierten Dorfschullehrer Dunsbach, der den jungen
Siegwart bei seinen Tüfteleien mit Rat und Tat unterstützt.
Um sich konsequent weiterentwickeln zu können nimmt
Emil Siegwart im Jahre 1938 ein Maschinenbaustudium auf, das er drei Jahre
später abschließt. Kurz darauf muß er seinen Wehrdienst antreten und dient bei
der Luftwaffe in der Funkmessung. Doch schon bald wird er vom Wehrdienst
freigestellt, um bei den Heinkel-Flugzeugwerken in Stuttgart die Entwicklung von
Strahltriebwerken voranzutreiben.
Nach Kriegsende im Jahre 1945 übernimmt die
Siegermacht Frankreich das aus 140 Ingenieuren bestehende Spezialistenteam, das
fortan Strahltriebwerke für die Flugzeuge "Mirage" und "Caravelle" entwickelt.
Nach vier Jahren in Frankreich kehrt Siegwart in das damals unter französischer
Verwaltung stehende Saarland zurück und tritt in die Mabag GmbH, ein kleines, in
der Lufttechnik tätiges Unternehmen, ein. Als technischer Leiter und später
geschäftsführender Gesellschafter widmet sich Siegwart dort der Herstellung von
Ventilatoren, lufttechnischen Anlagen, Trocknungsmaschinen und auch bereits der
Fertigungstechnik zur Herstellung runder Rohre. Spätestens hier zeigt sich der
unermüdliche Erfindergeist und beharrliche Wille, der zu rund 300 Patenten auf
dem Gebiet der Blechbearbeitung und der erfolgreich verwirklichten industriellen
Fertigung führt. Bedeutende Großprojekte, wie etwa die Lufttechnik des
Olympiastadions in München, werden unter Federführung Siegwarts verwirklicht. Sein unermüdlicher Unternehmergeist und der Wille, die Mabag GmbH
weiter voranzubringen, führen dazu, daß Siegwart im Jahre 1971 die Saarbergwerke
AG als Mehrheitsgesellschafter einsteigen läßt: Ein großer Fehler, wie sich
schnell herausstellt! Mehr und mehr muß Siegwart feststellen, daß der potente
Partner ihn in seiner Handlungsfreiheit und in seinem Vorwärtsdrang einschränkt,
ja sogar behindert. Ideen und Geschäftsanbahnungen werden in langen
Entscheidungswegen und der starren, fast bürokratischen Konzernstruktur
zerrieben.
1975 steigt Siegwart, inzwischen 55jährig, aus der Mabag GmbH aus. Doch statt
sich - wie so viele Leute in diesem Alter - zur Ruhe zu setzen, gründet er mit
seinem Sohn Wolfgang, der kurz zuvor sein Maschinenbaustudium an der Universität
Karlsruhe abgeschlossen hat, die Aerotechnik Siegwart GmbH in
Friedrichsthal/Saar. Mit zunächst zehn Mitarbeitern, darunter einige Getreue aus
der Mabag-Zeit, wird anfangs auf einer Produktionsfläche von 500m² produziert.
Vater und Sohn, beide geschäftsführende Gesellschafter, bringen zusammen mit
ihren Mitarbeitern das Unternehmen jedoch sehr schnell auf Wachstumskurs.
Während sich Emil Siegwart der Entwicklung von neuen Produkten und Verfahren
widmet, kümmert sich Wolfgang Siegwart um die kaufmännische Leitung, sowie um
Prozeßsteuerung und -optimierung. Die Produktpalette wird nach und nach
konsequent ausgebaut und neue Mitarbeiter werden eingestellt, so daß die
Produktionsfläche im Jahr 2000 6000m² beträgt und rund 150 Mitarbeiter
beschäftigt werden. |
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Im Jahre 1985/86 wird ein vollautomatisches
Hochregallager mit zunächst 3400 Europaletten-Stellplätzen in Betrieb genommen, um die Voraussetzungen für
kürzest mögliche Lieferzeiten und höchste Termintreue zu schaffen. Das
Hochregallager wird in der Folge um weitere 1600 Europaletten-Stellplätze
erweitert.
Ein besonderes Highlight ist im Jahre 1989 die Inbetriebnahme einer "weltweit
wohl einmaligen Laserinstallation" (Dr. Reinhard Wollermann-Windgasse,
Geschäftsführer der Trumpf Lasertechnik GmbH, Ditzingen; Festbeitrag anläßlich
des 25jährigen Firmenjubiläums der Aerotechnik Siegwart GmbH, 14.01.2000). Emil
Siegwart will nicht akzeptieren, daß wegen der extrem kurzen Schweißzeiten die Laserleistung meist ungenutzt
bleibt, weshalb er den |
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